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Das Wichtigste für einen Autor sind Bücher. Nicht mehr alle meine Bücher sind lieferbar, und nicht von allen habe ich bisher schon digitale Umschlagbilder. Aber um einen Anfang zu machen, ist schon genug da. Trotzdem: Bitte schauen Sie bei einem späteren Besuch noch einmal auf dieser Seite vorbei. Vielen Dank für Ihr Interesse!


Auf der fernen Insel
Nahm ich die Kleider des Fremden ab
Aß von den Früchten des kargen Landes
Trank den Wein den die Menschen der Lavagärten trinken

Da begann ich zu sprechen
Es war das erste Mal
Ich fand die längst verlorenen Wörter

ALKYON Verlag Gerlind Strirn, Weissach im Tal, 1996. Broschur, 74 Seiten, 9,00 €. ISBN 3-926541-66-0


Pressestimmen:

 „Das Paradies ist bei Widmar Puhl Metapher für unerfüllte Sehnsüchte, für Süden und Licht, aber auch für den Wunsch nach souveräner Selbstbestimmung des Individuums... Puhl entwickelt durchaus auch Gespür für Ironie und Selbstironie, und er verliert nicht aus dem Auge, dass es mitunter auch ein „kleines Paradies“ geben kann, so fraglich dies sein mag.“

Jochen Kelter, SDR

 
„Den Süden, vielmehr die `südliche Vorstellung´, misst Widmar Puhl immer wieder an der Realität, an dem, was ist, am Heer der Lottospieler am Samstag Abend oder an den Kalihalden und Chemiekombinaten bei „Leuna Buna Bitterfeld Wolfen“.

Matthias Kehle, CarpeLibrum


Seit Thomas Morus in seinem Roman „Utopia“, dem ersten der Gattung Science Fiction, das Gedankenexperiment des idealen Staates machte, wissen wir, dass Utopien die Gesellschaft ebenso verändern wie technische und wissenschaftliche Entwicklungen... Utopien haben ja nicht nur einen praktischen Nutzen, wenn Erfindungen daraus werden. Utopisten sind daher nicht nur Science-Fiction-Autoren und Erfinder, sondern auch Denker, die „nur“ vor möglichen Risiken kommender Dinge warnen.

 
Obleser Publizistik, Marbach am Neckar, 2004. Broschur, 112 Seiten, 14,90 €. ISBN 3-935926-12-X


Was zum Hören gibt´s auch:

Z.B. einen eigenen Podcast auf der Website http://Widmar-Puhl.podspot.de


Kleine Sachen, Autobiographisches, Fotos: Dafür ist mein Blog da

Anregendes, Aufregendes, Hintergründe - aus dem Leben eines Schreiberlings

Wer sich für mehr oder wenige aktuelle Veröffentlichungen kleineren Umfangs interessiert (Zeitkritische Kommentare, Buchbesprechungen, Reise-Splitter etc.) wird auf der Blog-Seite fündig: http://puhlswritinglife.blogspot.com

Und von den schönsten Radioproduktionen kann man Hörbücher erwerben, weil schließlich nicht jedem das große SWR-Hörfunkarchiv offensteht:

Hörbuch-CD „Granada: Die Gärten der Alhambra“. Ursendung SWR2, 27. 12. 2002, 23.00 – 23.30 Uhr

Widmar Puhls Reisen nach Andalusien führen an die arabischen Wurzeln europäischer Kultur. Das Erbe von Al-Andalus verdankt sich der faszinierenden, labilen Synthese von Judentum, Christentum und Islam. Selten ist Geschichte so gegenwärtig: 800 Jahre zum Hören und Erleben.


Weitere lieferbare Titel u.a.:

·         Córdoba – verwehte Träume

·         Hotel-Museum auf Rädern: eine Reise mit dem Andalusien-Express

·         Die Schöne und der Tod: Mit Cees Nooteboom in Venedig

·         Schlaflos in Berlin: ein etwas anderer Besuch der Hauptstadt

·         Reihe „Historische Alpenpässe“


Größere Veröffentlichungen in Auswahl



2011


Im Land der Zimbern Deutsche Sprachinseln in Italien
SWR2 Wissen, 08.02.



Die deutsche Minderheit der Zimbern lebt seit 1000 Jahren hoch in den Bergen zwischen Trient, Vicenza und Verona – weit südlich der offiziellen Sprachgrenze bei Salurn. Aber nur noch wenige kennen ihre alten Lieder, Sagen und Märchen. Noch vor 200 Jahren sprachen rund 20 000 Menschen „zimbrisch“. Heute sprechen nur noch ein paar hundert Menschen den altertümlichsten deutschen Dialekt, den es noch gibt: ein bayerisches Mittelhochdeutsch mit Anklängen ans Tirolerische und vielen italienischen Lehnwörtern. Die Zimbern waren gute Zimmerleute, mittelhochdeutsch „Zimbarn“. Viele wurden wohlhabend mit Holzwirtschaft und der Herstellung von Holzkohle für die Verhüttung von Erzen, die man in der Gegend fand und die in Venedig reißenden Absatz fanden. Früher glaubte man, sie seien Nachfahren jener Zimbern und Teutonen, die im Jahr 101 vor Christus Rom bedrohten. Aber inzwischen ist erwiesen, dass die Zimbern von langobardischen und bayerischen Wehrbauern abstammen, die sich hier ansiedelten. Widmar Puhl war bei den Zimbern und hat festgestellt: Sie sind sehr heimatverbunden und nur noch sehr wenige. Ihre erste Sprache ist längst Italienisch. Wer sie besucht, lernt eine sehr spezielle Art europäischer Integration kennen, zu der auch Stolz auf die eigene Identität gehört – und ein starker Überlebenswille.

2010


Simplizissimus 1945. Die abenteuerliche Flucht des Heinz Hirscher vor dem Krieg SWR2 Leben, Di, 07.05.

“Der abenteuerliche Simplizissimus”, der erste deutsche Schelmenroman, erzählt von einem Simpel in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges. “Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk” von Jaroslaw Hašek beschreiben einen friedfertigen böhmischen Hundehändler im ersten Ersten Weltkrieg, der schlitzohriger Naivität die Kriegsmaschine überlebt, weil ihm Sieg oder Niederlage völlig egal sind. Der Schelmenroman des Zweiten Weltkriegs ist noch nicht geschrieben. Aber Heinz Hirscher (83) aus Stuttgart hat ihn erlebt. Als Schüler wurde er Flakhelfer, überlebte die Bombardierung seiner Stellung, musste zum Arbeitsdienst und dann zum Militär, zog mit der Panzerfaust auf dem Rücken von der Ostsee nach Bayern und sollte zum letzten Aufgebot nach Weikersheim und Ansbach. Aber er schaffte es, jedem  Kriegseinsatz aus dem Weg zu gehen. Er kämpfte erfolgreich mit dem Hunger, aber nie gegen einen Feind. Widmar Puhl traf den modernen Simplizissimus.    


Das Tal der Stimmen. 40 Jahre Rauriser Literaturtage
SWR2 Literatur, 23.03.

Rauris das ist keine geheimnisvolle Wurzel, sondern ein abgelegenes Bergdorf im Herzen des österreichischen Nationalparks Hohe Tauern. Einst war es bekannt für seinen Goldbergbau, dann als Luftkurort. Heute ist es ein Urlaubziel für Bergsteiger und Skifahrer. Aber einmal im Jahr wird Rauris zur literarischen Hauptstadt Europas: Dann sind hier fünf Tage lang Dichter unterwegs, lesen im Kindergarten, in der Schule, in Wirtshäusern, Bauernhöfen und Skihütten. Überall Bücher, auch im Schaufenster von „Bellas Frisiersalon“. Als 1971 die ersten Autoren angekündigt wurden, darunter Thomas Bernhard, bekam der Polizeiposten Verstärkung, und in der Zeitung stand: „Niemand weiß, wie das Experiment ausgeht“. Inzwischen hat sich der Erfolg von Rauris bis in die Hauptstädte Europas herumgesprochen und sogar bis in die Mongolei. Die Einheimischen profitieren davon. Viele haben die Literatur als Werbeträger im Tourismus entdeckt und machen aktiv mit. Umgekehrt ist für die meisten Autoren ein Auftritt in Rauris besonders begehrt: ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Widmar Puhl hat sich auf die Suche nach dem genius loci gemacht und wollte wissen, wie Rauris sich anhört, was die Literatur dort mit dem Publikum macht und das Publikum mit den Autoren. Es gibt viele Literaturfestivals; aber nirgendwo sonst hören Fachleute und ganz normal Verrückte, Einheimische und Gäste so zahlreich und so gleichberechtigt Schriftstellern zu. Das Geheimnis scheint die Atmosphäre zu sein: der richtige Mix aus Natur und Kultur, Provinz und Weltläufigkeit, Nähe und Distanz, Traum und Wirklichkeit.

2009

Der Generationen-Knigge: Ilse Gräfin von Bredow
über altes Eisen und kalten Kaffee

SWR2 Leben, 24.11.

Die Senioren werden immer zahlreicher und lassen sich nicht mehr abschieben (z.B. in skurrile Parteien wie die "Seniorenpartei"). Ilse Gräfin von Bredow hat ein zauberhaftes Buch über das Thema Alter in unserer Gesellschaft geschrieben ("Das Hörgerät im Azaleentopf"). Außerdem ist die 87jährige eine hinreißende Gesprächspartnerin. Sie lebt nach dem Motto "Nein, meinen Seniorenteller ess ich nicht!": Aufmüpfig, gesellschaftskritisch, aber warmherzig und mit viel Humor, pocht sie darauf, dass die Alten den Jüngeren mehr zu geben haben als zweifelhafte Benimmregeln. Widmar Puhl hat sie besucht und viel gelernt: über Erfahrungen und „kalten Kaffee“ wie Klischees über den Adel, Prominenz oder das Vorurteil, früher sei alles besser gewesen und die Jugend würde immer respektloser.


Das Schlaflabor der Zukunft:
Schlafmedizin zwischen Innovation und Kostendruck
SWR2 Wissen, 12.10.

Sekundenschlaf am Steuer verursacht jeden dritten Unfall auf deutschen Fernstraßen. Dahinter steckt eine Krankheit, die bisher oft nur durch Zufall ans Licht kommt: die so genannte „Schlaf-Apnoe“. Und jeder zweite klagt über Schlafstörungen. Bis zu 6 Millionen Deutsche haben im Schlaf gefährliche Atemaussetzer und sind zu oft müde. Doch obwohl der Bedarf groß ist, wird es Reihenuntersuchungen für Autofahrer so bald nicht geben. Denn das Schlaflabor ist teuer, oft wird am falschen Platz gespart, nicht jede technische Neuheit ist sinnvoll. Erst langsam erkennt man die Bedeutung der vorbeugenden Schlafmedizin. Die könnte viele Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Krankheiten verhindern, die uns Milliarden kosten. Widmar Puhl hat Fachleute gefragt: Was kann man selbst gegen Schlafstörungen tun? Wann ist das Schlaflabor medizinisch notwendig? Stimmt die Behauptung, das stationäre Schlaflabor sei überholt und zu teuer? Und wie könnte das Schlaflabor der Zukunft aussehen?


Adoptiert von Indios im brasilianischen Regenwald

SWR2 Leben, 17.7.

In seinem Buch „Allein unter Indios. Meine Einmann-Expedition zu den Tupari-Indianern am Matto Grosso“ berichtet der Schweizer Buchhändler, Sprach- und Literaturwissenschaftler Franz Caspar, wie es dazu kam, dass Häuptling Waitó von den Tupari ihn adoptierte. Weil Caspar als Entwicklungshelfer in Südamerika einmal „richtige“, wilde Indianer erleben wollte, lebte er viele Monate bei den Tupari am Rio Branco. 60 Jahre später hat sein Sohn, der Psychologe Franz Caspar, einen ungewöhnlichen Familienbesuch gemacht: eine Zeitreise im Zeitalter der Globalisierung.


Kultur als Schicksal: Irenäus Eibl-Eibesfeldt und die Humanethologie

SWR2 Wissen, Mo, 30.03.

Die kulturelle (auch technische) Evolution verläuft um ein Vielfaches schneller als die genetische. Im 20. Jahrhundert haben wir die Entwicklung von Auto und Flugzeug erlebt, die Elektrifizierung der Städte, die Raumfahrt, die Massenmedien und den Computer. „Ein bisschen viel für ein Wesen, das emotional im Wesentlichen noch ein steinzeitlicher Wildbeuter ist“, sagt der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt. Der Begründer der „Humanethologie“, der auf den Menschen bezogenen Verhaltensforschung, begann seine Arbeit nach dem Zweiten Weltkrieg als Schüler von Konrad Lorenz mit dem Studium kollektiver Aggressionen. Er beschrieb in vielen Büchern, dass elementare Gefühle wie Liebe und Hass, die Grundlage für jede Moral und jedes Zusammenleben, uns eng mit den Tieren verbinden. Kultur erhebt uns über das Tier, ist aber Fluch und Segen zugleich. Eibls Lebenswerk gilt einer „universalen Grammatik menschlichen Sozialverhaltens“. Denn ohne kulturvergleichende Forschung und soziale Ethik können wir nicht überleben. Der Mensch ist ein Glückstreffer der Evolution, sagt der 80jährige, aber er muss sich selbst besser kennen lernen, damit er nicht an seinen eigenen Erfindungen zu Grunde geht. Widmar Puhl porträtiert den Wissenschaftler und seine Arbeit.


Erben der Aufklärung: Die literarischen Cafés von Madrid.

SWR2 Wissen, Do, 12.03.

Bereits im Madrid des 19. Jahrhunderts waren Kaffeehäuser wie das „Gran Café Gijon“ Treffpunkt für Literaten und Intellektuelle. Hier wurde die Kultur der „Tertulia“ gepflegt - der Vortrag literarischer und philosophischer Texte mit anschließender Diskussion. Die „Tertulias“ waren eine Art Gegenprogramm zu den als verkrustet empfundenen staatlichen Akademien. Hier konnte man sich vom intellektuellen Gängelband der Professorenschaft lösen und hatte den direkten Kontakt zum Publikum. Bis zur Franco-Diktatur waren die literarischen Cafés Orte der freien Rede und lebhafter öffentlicher Debatten. An diese demokratische Tradition knüpft man in Madrid seit einigen Jahren wieder an. Verschiedene Vereine veranstalten weiter wöchentliche „Tertulias“ – und auch im „Gran Café  Gijon“ treffen sich Künstler und Literaten wieder regelmäßig zur Diskussion mit den Gästen.


2008

"Ich habe die Liebe erkundet". Die Schriftstellerin Gioconda Belli

SWR2 Wissen, Do, 19. 06.



Gioconda Belli aus Nicaragua (geb. 1948) ist neben Frida Kahlo und Evita Perón eine der wenigen Frauen Lateinamerikas, die Kultstatus erlangt haben. Ihre Lyrik erregte vor 20 Jahren Aufsehen, weil sie über die Liebe schreieb, wie es bis dahin nur Männer getan hatten: mit einer direkten, körperlichen Sinnlichkeit. Seit 1970 nahm sie am bewaffneten Kampf gegen den Diktator Somoza teil. Nach dem Sieg 1979 machte sie Kulturpolitik in Managua, seit 1987 lebt sie mit Mann und Kindern in Kalifornien. Imer noch versucht sie, "das Leben auf frischer Tat zu ertappen". Sie erzählt, warum sie inden USA lebt, obwohl dieses Land Nicaragua in den Bürgerkrieg gestürzt hat; von verlorenen politischen Illusionen und unbeirrbaren Hoffnungen, von Globalisierung und Armut in der Dritten Welt, aber auch vion Liebe und Gleichberechtigung inn Zeiten des Älterwerdens. "Schönheit, Träume und Zärtlichkeit sind für menschliche SWesen lebenswichtig", sagt Gioconda Belli.


40 Tonnen Freiheit. Aus dem Alltag eines Fernfahrers

SWR2 Leben, Mo, 05. 05.

Grenzblockaden, Staus, kaputte Straßen, spektakuläre Unfälle, Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften: Fernfahrer haben in Deutschland keine gute Presse. Trotz der Plakate vom sympathischen Brummi, der uns mit allem Nötigen versorgt, bestimmen eher Klischees und Vorurteile das Bild vom LKW-Fahrer. Dabei ist der Trucker mit Cowboyhut und Wildwest-Manieren die Ausnahme. Am Steuer eines 40-Tonners ist die Freiheit klein und die Verantwortung groß. Widmar Puhl hat einen Fernfahrer begleitet.


2007

“Dich sing ich, wilde Zerklüftung”: Salzburg als Literaturstadt 

SWR 2 RADIOART Literatur, So, 23.12. 2007 (55 Minuten)

Salzburg ist nicht nur voller Musik, sondern auch voller Stimmen. Seit Georg Trakl leben und publizieren in der Mozartstadt auch ungewöhnlich viele Literaten: von A wie Ilse Aichinger bis Z wie Stephan Zweig. Alle wissen von einer „wilden Zerklüftung der Seele, wie sie Georg Trakl beschreibt. Trakl war kein helles Wunderkind wie Mozart, sondern ein dunkles. Seine Gedichte über Salzburg tragen zugleich Schönheit,  Melancholie und Todesnähe in die Welt. Viele Salzburger mögen das nicht. Bürger und Bürgerschreck, Kultur und Geschäft stören, verstören und befruchten sich hier extrem. Thomas Bernhard reagierte nicht depressiv, sondern aggressiv auf diese Atmosphäre. Sehr unterschiedliche Autoren haben sich auf Salzburg ein- und über Salzburg ausgelassen, z.B. Karl Heinrich Waggerl, H.C. Artmann oder Peter Handke. Und noch immer trifft man hier „Kaffeehaustypen“ wie Max Blaeulich, stille Wasser wie Brita Steinwendtner oder Reisende wie den Lyriker Wulf Kirsten aus Weimar. Salzburg ist voll von Literatur. Gedenkstätten und Nicht-Gedenkstätten, Cafés und Künstlertreffs, der Otto-Müller-Verlag und der legendäre Residenz-Verlag: die Welt der Salzburger Literaten. Doch ist, anders als die heile Welt der Festspielstadt, auch dort nicht heil, wo es künstlerischen Erfolg und finanzielle Unterstützung gibt. Nur gut, dass sich Bürger und Bürgerschreck gegenseitig so sehr brauchen; denn was wäre schließlich der eine ohne den anderen?


Licht am Ende des Tunnels – Hoffnung für Blinde: der Netzhaut-Chip aus Tübingen (SWR2 Wissen – 30´, Mo, 19.03.07, 8.30 Uhr)

Kann ein Chip Blinden das Augenlicht wieder schenken? An der Augenklinik Tübingen wurde das erste Implantat für Patienten getestet, die wegen der Zerstörung ihrer Netzhaut erblindet sind (retinitis pigmentosa). Augenärzte um Prof. Eberhard Zrenner haben mit Kollegen der Universität Stuttgart einen Chip entwickelt, der die zerstörte Netzhaut des Auges teilweise ersetzen könnte. Biotechniker vom Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Institut Reutlingen (NMI) konnten den Chip, der sich durch Licht selbst mit Energie versorgen soll, flexibel und biokompatibel machen. Chirurgen der Universität Regensburg haben das Implantat in Tierversuchen getestet und mit dem Sehnerv verbunden. Doch nur Menschen können erzählen, was man mit dem Chip wirklich sieht. Widmar Puhl hat zwei Patienten der Tübinger Pilot-Studie begleitet und berichtet von einem dramatischen Kampf ums Augenlicht.


Zwischen Aufbegehren und Verzicht: Johanna „die Wahnsinnige“ (SWR2 Wissen – 30´, Fr, 30.03.07, 8.30 Uhr)

Johanna von Kastilien (1479-1555), Tochter der Könige Ferdinand und Isabella, erbte ein Weltreich. Doch über 46 Jahre lang wurde sie weggesperrt: Erst von der Mutter, dann vom Vater und schließlich von ihrem Sohn Karl V. Denn sie begehrte auf gegen Untreue, Betrug und Kindesentzug. Die junge Witwe zog mit dem Sarg ihres Mannes durch Kastilien, weil man sie daran hinderte, das Familiengrab in Granada zu erreichen. Für Historiker wie Manuel Fernández Álvarez ist sie „die Wahnsinnige“. Gioconda Belli sagt über die Heldin ihres Romans „Das Manuskript der Verführung“: „Wahnsinnig war nicht diese Frau, sondern was man ihr angetan hat“.


2006

Faschingstypen (SWR2 5 vor 6)

Fan-Typen (SWR2 5 vor 6)

Gao. Porträt eines Schriftstellers als Filmemacher, der beim Malen Musik hört.

SWR2 RADIOART (55 Minuten)

2005

Das Licht der Vernunft im Land der Inquisition: Aufklärung in Spanien (3 Teile, SWR2 Wissen)

Armut und Würde (SWR2 5 vor 6)

Ein Narr gegen den Rest der Welt: 400 Jahre Don Quijote (SWR2 Wissen, 30 ´)

Belcanto zum Anfassen: Rossini in Wildbad (SWR 2 Musik, 20 ´)


2004

Ich habe die Liebe erkundet: Porträt der Lyrikerin Gioconda Belli, Nicaragua (SWR 2 Wissen, 30´)

Handfeste Luftschlösser: Vom praktischen Nutzen der Utopie. Essays. Verlag Obleser Publizistik, Marbach


2003

Schlaflos in Berlin: Ein etwas anderer Besuch in der hektischen Hauptstadt (SWR 2, 30´)

Der Mann mit den zwei Herzen: Sergiu Stefanescu, Kleinverleger (SWR2, 25´)

Verführungskünste: Sexuelle Evolution und Kreativität (SWR2 Wissen, 30´)

Teufelswerk im Namen Gottes: Begegnung mit einem seltsamen Heiligen (SWR2, 30´)

Von Heiligen und Meeresfrüchten: Sinnliches aus Santiago de Compostela (SWR2, 30´)

Rosalía del Castro: Dichterin vom Meer der Melancholie (SWR2, 30´)

Ketzerbriefe (Hörstück nach Mario Vargas Llosa. SWR2, 30´)

Ein arabischer Hölderlin: Der Dichter und Philosoph Fuad Rifka in Stuttgart (SWR2, 25´)

Ernesto Cardenal: Vom Heiligen Geist der Nächstenliebe (NDR 3, 20´)

Rafael Chirbes: Ein scheinbar distanzloser Zeitgenosse (SWR2 Profile, 25´)

2002

Der Pessimist – Begegnung mit Baltasar Gracián (30´, SWR2)Die Schöne und der Tod – mit Cees Noteboom in Venedig (30´, SWR2)

Ein Herz für verrückte Typen – Bruce Sterling, Science Fiction Autor (30´, SWR2)

Zwischen Getreide- und Steingasse - Salzburg in der Erinnerung (60´, SWR2)

Hotel-Museum auf Rädern – unterwegs mit dem Andalusien-Express (60´, SWR2)

Fast alles über Sherry – Ein Besuch bei Domeq in Jerez de la Frontera (30´, SWR2)

Heuküche – Aroma von Alpenkräutern frisch auf den Tisch (30´, SWR2)

Seine Tage gingen vorüber wie Träume: Das Kalifat von Córdoba (60´, SWR2)

Meister der Katastrophen – Porträt des Satirikers Hanns-Hermann Kersten (30´, SWR2)

Gottes Wort: Musik in meinen Ohren: Von der ästhetischen Macht des Korans (SWR2, 30´)

Slam! Poesie als Bühnenshow (SWR2, 30´)

Ein Herz für verrückte Typen: Bruce Sterling, Science Fiction-Autor (SWR2, 30´, NDR 3, 20´)

2001

Philosoph am Elektronenmikroskop – Peter Sitte, Zellbiologe und Genetiker (30´, SWR2 Wissen)

Der Wolf. Begegnung mit dem sibirischen Schriftsteller Jewgeni Jewtuschenko (30´, SWR2)Das Geheimnis von Czernowitz – Rose Ausländer zum 100. Geburtstag (30´, SWR2)

Das Orakel von Krakau – Stanislaw Lem zum 80. Geburtstag (20´, NDR 3, 30´SWR2)

Die Faszination des Bösen – der mexikanische Autor Jorge Volpi (30´, SWR2, 20´, NDR 3)

Kabelbrand im Gehirn – Ecstasy und die Folgen (SWR2 Wissen 30´, NDR 3 20´)

2000 - eine Reihe von Hörfunk-Features Historische Alpenpässe:

Das Paradies liegt hinterm Brenner (30´), Treffpunkt Europa am San Bernardino (30´), Das steinerne Herz Europas - mit Goethe zum Gotthard (60´), Preis der Stille - 1000 Jahre Überleben am Simplon (30´), Ein Schindluder - mit Goethe über die Furka (30´), Wilhelm Tell - Dichtung und Wahrheit oder Ein Mythos lebt (SWR2, 30´), Ein Held in der Fremde: General Suworow 1799 in der Schweiz (SWR2, 30´) (Features bei SWR2):

“Babuschka – Blutige Puppen” (3 Krimi-Hörspiele in einem), SWR2 (3 x 30´)

Corpus Delicti – Fundamentalisten gegen das Heilbronner Theater (NDR 3, 20´)

1999

Atombaukasten Nanotechnologie (Hörfunk, SWR2 Wissen, 30´)

Drogen-Kriege (fünfteilige Hörfunk-Reihe über Drogen und Gewalt, SWR2, je 30´)

1998

Das Chronom-Projekt (SWF II, 60'): Biologische Rhythmen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit

Goldene Hände: Jean-Paul Pianta und die ganzheitliche chiropraktische Medizin (SWF II, 30')

SWR2-Hörfunkreihe: Arabische Wurzreln europäischer Kultur: Schrei der Heimatlosen. Annäherung an den Flamenco (60´), Die Gärten der Alhambra - Granadas maurisches Erbe. Ein Stadtporträt (60´), Das Erbe von Al-Andalus - Routen durchs historische Königreich Granada (60´), Wasser für Andalusien: Arabische Medizin und Wissenschaft in Europa (30´), Federico García Lorca zum 100. Geburtstag (30´), Hieronymus Münzer: Der erste deutsche Tourist in Andalusien, 1495 (30´)

1997

Sex und Panik: Alles nur Chemie? Über Pheromone. SDR Schulfunk, 30'

Tom Clancy und die Trends der modernen Unterhaltung (SWF, 30')

1996

Göttliches Handwerk? - von der Mikrosystemtechnik zur Nano-Technologie (30'). SDR-Schulfunk

Torkelt der Planet? - Ansätze zu einer sozialen Ökologie. Wiss. Radioessay, SWF II (60')

Chips im Kopf - elektronische Implantate auf dem Vormarsch. SWF II, Wissenschaft (30')

„Wo der Regenbaum stand“ Gedichte. ALKYON Verlag, Weissach im Tal

1995

Mit Laute und Schwert durch die Welt: Das Leben im Mittelalter am Beispiel des Ritters und Minnesängers Oswald von Wolkenstein. Hörspiel-Feature-Reihe in 10 Teilen (SWF)

1994

Virtual Reality - Illusionsmaschinen als neues Medium. Serie in 4 Teilen (SWF/SDR Hörfunk)

Die Gärten der Almohaden. Marrakesch, ein Städteporträt. 60 Minuten (SWF-Hörfunk)

"Die schwarze Kirche". Hörspiel (SWF) nach einem Roman von Anatol Baconsky

1993

"Dichter für die Freiheit. Von der subversiven Kraft der Poesie in Osteuropa". Suhrkamp Taschenbuch (Originalausgabe)

1992

Vorhang auf, die Indianer kommen - Entdecker und Eroberer Lateinamerikas im spanischen Theater (erste digitale Hörspielproduktion des SWF, anlässlich des Columbusjahres 1992)


1990

"Manfred Rommel - Der Oberbürgermeister". Ein Porträt. Orell Füssli Verlag, Zürich

1989

Drehbuch "Weltpark Antarktis" (Dokumentarfilm von Franz Lazi. SWF)

Drehbuch "Expedition Neuschwabenland - Deutsche Forscher in der Antarktis 1933 - 1989" (Dokumentarfilm von Franz Lazi. SWF)

Drehbuch und Realisation "Die Tänzer der Jungfrau von El Hierro" (Dokumentarfilm, BR)

1988

Ernesto Cardenal. In: Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur (KLfG),edition text+kritik, München. Hrsg. Heinz-Ludwig Arnold

1984

"Literatur zwischen Stacheldraht und Exil". Die Zeitschrift KONTINENT wird zehn Jahre alt. SDR-Radioessay

1977

"Klassenfahrt mit Hindernissen", Kinderhörspiel für den SFB

"Ein Kater namens Gorki", Kinderhörspiel für den SFB


 
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